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5 Grundsätze
zum erfolgreichen Börsengeschäft
Viele Bücher sind schon über die Börse
geschrieben und Dutzende von Regeln dabei aufgestellt worden. Ihre Aussagen
widersprechen sich bis in das komplette Gegenteil. Die meisten dieser
Regeln scheinen logisch und einfach, lassen sich aber nur schwer in
der Praxis anwenden. Einseitig angewendet, können sie oft zum Verhängnis
werden, da sie ohne richtige Zusammensetzung keinen Aufschluss über
den wichtigsten Punkt das "Timing" geben.
Wir haben Ihnen deshalb die wichtigsten
Regeln in den nachfolgenden 5 Grundsätzen zusammengefasst. Da sie aber
so leicht immer wieder in Vergessenheit geraten, möchten wir Sie anhalten,
diese von Zeit zu Zeit wieder durchzulesen, sich strikte daran zu halten,
und sich nicht durch die psychologischen Einflüsse des Auf und Ab an
der Börse beeinflussen zu lassen.
GRUNDSATZ 1 : Warten Sie ab!
Durch übereilten Kauf oder Verkauf geht
an der Börse viel Geld verloren. Jeder Neuling hat meist nur einen Gedanken:
Sein ganzes Geld sofort in eine "sichere Sache" einzusetzen,
um wie er denkt, sofort grosse Gewinne zu machen. Gelingt ihm dann da
und dort ein kleiner Gewinn, so realisiert er diesen eiligst, um anderswo
sofort wieder einzusteigen. Er verkauft laufend die besten Aktien aus
seinem Portfolio und hält die "zurückgebliebenen". Resultat:
Er besitzt schliesslich ein Portfolio mit lauter Minuspositionen, für
die er später grosse Verluste einstecken muss.
Abwarten, um am richtigen Ort zum richtigen
Zeitpunkt wieder einsteigen zu können, ist erstes Börsengebot. Sind
Sie nun zu so einem Zeitpunkt (in unserem Brief beim Kaufsignal) einmal
eingestiegen, so gilt es wieder von neuem abzuwarten, bis der eingeschlagene
Trend wieder voll ausgeschöpft ist.

GRUNDSATZ 2 : Gehen Sie immer mit dem
Trend!
Kaufen Sie nur im steigenden Trend. Keinem
Anleger wird es je gelingen, zum Tiefstkurs zu kaufen und zum Höchstkurs
wieder zu verkaufen, es sei denn ein Zufall.
Solange eine Aktie fällt, können Sie nicht
feststellen, wann ihr Tiefstpunkt erreicht ist. Es bleibt Ihnen deshalb
nichts anderes übrig als abzuwarten, bis sich ein fester Boden gebildet
hat und sich eine Tendenzwende anbahnt. Wenn Sie aber Aktien im fallenden
Trend halten, oder sogar durch Zukäufe "verbilligen", kann
Ihnen das in einer langen Baisse zu dermassen empfindlichen Verlusten
führen, zu deren Wiedergutmachung Sie Jahre brauchen. Es geht dabei
aber nicht nur zur Vermeidung von Verlusten, sondern vor allem darum,
dass das Geld nicht lange Zeit ertraglos gebunden ist. Das Geld soll
immer da angelegt werden, wo die Aussichten am günstigsten sind, d.h.
wo ein solider Trend vorhanden ist. Dies ständig zu überprüfen, heisst
dynamische Depotverwaltung. Wenn Sie diese Regel nicht beachten, kann
es Ihnen passieren, dass Sie in Aktien im fallenden Trend blockiert
sind, während die Börse schon in einer Hausse steht. Ein Beispiel dazu
sind die beliebten Werte IBM oder Bankverein, die seit Jahren im Kurs
fallen während die Indizes neue Höchststände erreichten. IBM haben sich
halbiert während sich der Dow Jones Index verdoppelt hat! Schwimmen
Sie also nicht gegen den Strom! Gehen Sie mit dem Trend und bleiben
Sie engagiert, solange dieser anhält. Wenn Sie warten, bis das Kaufsignal
erreicht wird, sind Sie zwar einige Prozente über dem Tiefstkurs, dies
macht sich aber durch die Bestätigung der Tendenzwende gewonnenen Sicherheit
in hohem Masse bezahlt.

GRUNDSATZ 3 : Gewinne laufen lassen!
Viele Anleger sind immer wieder dazu geneigt,
kleine Gewinne sofort zu realisieren. Das führt dazu, dass sie bereits
zu Beginn einer Hausse die besten Titel weggeben. Später, wenn die Hausse
im vollen Gange ist, sind sie sich der verpassten Gelegenheit bewusst
und laufen den Kursen wieder nach. Dies führt zu einer völlig verkehrten
Anlagepolitik, die bald mehr Verluste bringt.
Wenn Sie sehr kurzfristig disponieren möchten,
achten Sie auf unseren Liquiditätsindikator, mit dessen Hilfe man kurzfristige
Trends maximal ausnützen kann. Sie stossen also an sehr starken Tagen
schwache Positionen ab und kaufen an schwachen Tagen starke Titel wieder
zu. Grundsätzlich sollten Sie aber erst verkaufen, wenn die SL-Marke
durchbrochen wird, denn zu vieles Umsteigen erhöht die Fehlerquote sehr
rapid und die meist nur kleinen Gewinne werden noch durch die vermehrten
Börsenspesen gedrückt.

GRUNDSATZ 4: Verluste limitieren!
Die Nichtbeachtung dieses Grundsatzes ist
schon manchen unerfahrenen Spekulanten zum Verhängnis geworden. Wir
rechnen damit, dass 2-3 von 10 unserer Kaufsignale Fehlsignale sind,
also rund jede 4. Empfehlung. Dies ist eine sehr kleine Fehlerquote.
Wenn Sie solche Positionen bei Durchbruch der Stoplossmarke sofort eliminieren
und die Mittel für neue Kaufsignale bereithalten, fallen diese Verluste
nie ins Gewicht. Ein anfänglich kleiner Verlust lässt sich noch am leichtesten
verschmerzen. Hält man aber eine solche Position weiter, so kann sich
daraus eine Minusposition entwickeln, die enorme Kapitaleinbussen bringt
und das Depot jahrelang blockieren kann. Bei guter Kombination mit Grundsatz
3 (Gewinne laufen lassen), erhalten Sie mit der Zeit ein Portfolio,
das vorwiegend aus starken Gewinnpositionen besteht und immer die am
Markt aussichtsreichtsten Titel enthält. Ist ein Portfolio einmal soweit,
muss nur noch wenig umgeschichtet werden, denn nach alter Erfahrung
halten sich einmal über dem Durchschnitt liegende Papiere meist jahrelang
an der Spitze. Der erfahrene Spekulant realisiert seine Verluste immer
schnell. Das Publikum jedoch, hofft stets, dass sich der Verlust letztlich
doch noch in einen Gewinn umschlägt, während dabei der Verlust immer
noch grösser und untragbarer wird.
Die Stop-Loss-Marke dient jedoch nicht
nur als Schutz gegen Verluste, sondern, sobald die Kurse angezogen haben,
zur Sicherung der Gewinne. Die SL-Marke wird dann ständig nachgezogen,
jedoch nur soweit, dass man durch die kurzfristigen Schwankungen nicht
ausgestoppt wird. Das richtige Ansetzen der Stoplossmarken ist eine
überaus heikele Angelegenheit. Ein Prozentsatz kann dabei nicht angewendet
werden. Es muss das charakteristische Verhalten jedes einzelnen Titels
speziell in Betracht gezogen werden.

GRUNDSATZ 5 : Hüten Sie sich vor der
"Herde"! Keine Euphorie!
Wenn alles um Sie von der Hausse jubelt,
wie es immer geschieht, wenn eine Hausse, oder auch nur eine technische
Erholung für einige Zeit im Gange ist, dann braucht es oft Nerven aus
Draht, um sich einem solchen Einfluss zu entziehen. Je mehr sich die
Hausse ihrem Ende nähert, desto höher werden die allgemeinen Kurserwartungen
und desto zahlreicher die Begründungen der Finanzpresse für noch höhere
Kurse. Der unerfahrene Spekulant wirft dann noch seine letzten Mittel
in den Markt. Das Ergebnis ist, er sieht sich später gezwungen, einen
Teil seiner zu Höchstkursen erworbenen Aktien mit Verlust abzugeben.
Wenn sich dann später wieder günsitge Kaufgelegenheiten ergeben, fehlen
im die nötigen Mittel.
Um eine solche Ueberhitzung des Marktes
festzustellen, ist unser Liquiditätsindikator eine zuverlässige Hilfe.
Er zeigt frühzeitig an, wann eine Hausse übertrieben ist. Denken Sie
also, wenn die Kurve in das Feld "überkauft" geht, bereits
an Liquiditätsbeschaffung. Erfahrungsgemäss erreicht unser Indikator
seine Höchst- und Tiefststände einige Tage vor bekannten Indikatoren
wie z.B. der Dow-Jones-Index. Deshalb ist seine praktische Verwendbarkeit
besonders nützlich.
Ebenso sollten Sie sich auch nicht von
einer übertriebenen Baisse anstecken lassen. Wenn sich der Liquiditätsindikator
unten im Feld "überverkauft" befindet, sind die schwächeren
Titel längst ausgestoppt und ihre Gewinne realisiert worden. Ihr Depot
wurde dabei bereinigt und Sie haben genügend Kapital zur Verfügung,
die guten Positionen zu tiefen Kursen aufzustocken.
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Die sorgfältige Betrachtung
dieser Grundsätze wird Ihnen helfen, auf lange Sicht beträchtliche Börsengewinne
zu erzielen. Unser BÖRSENKURIER wird Sie dabei umgehend unterstützen
und unter den oben genannten Grundsätzen. stets konkrete Anweisungen
geben.
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